Travel | Israel

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Nachdem so viele gefragt haben, dachte ich, ich schreibe einfach ein paar Worte über unsere Israel Reise. Vielleicht interessiert es ja auch den ein oder anderen. Und dafür gibt es ja keinen besseren Tag als heute, denn wir haben heute mit der Urlaubsplanung für April begonnen. Es wird uns diesmal in den Balkan verschlagen, aber mehr dazu bald 😉

Erst einmal die meist gefragte Frage zuerst: Warum Israel?:
Valentin hat während seines Semesters in Venedig ganz liebe Freude aus Israel kennen gelernt. Sie beschlossen uns in München zu besuchen, und wir beschlossen daraufhin einfach mit Ihnen zurück nach Israel zu fliegen und dort 2 Wochen zu verbringen.

Mich hat die Vorstellung des komplizierten Jerusalems und „schwimmen“ im Toten Meer schon immer fasziniert und für mich stand seit Kindheit fest, dass ich da mal hin will (wie ungefähr jedes Land der Welt 😀 ). Aber dass es uns ausgerechnet 2016 nach Israel verschlägt war eine schöne, spontane Überraschung.

Also starten wir mal mit ein paar Eindrücken aus Tel Aviv, der mit Abstand westlichsten Stadt. Ich würde sie nicht unbedingt schön nennen, aber definitiv spannend. Ein Kompliment in Tel Aviv ist es, wenn etwas „wie Berlin“ aussieht. Berlin ist zwar auch nicht unbedingt schönste Stadt, aber mit Sicherheit genauso interessant! Die Mischung aus einem traditionellen Markt, Plattenbauten, Bauhaus-Stil, einem Strand, der sich am Rande des Zentrums erstreckt, bis hin zu Bars, die so Hipster sind, dass Berlin davon träumen würde. Das ist Tel Aviv.

Generell muss ich gestehen, dass eine ebenso faszinierende wie furchtbare Angewohnheit ist, dass ich nur Bilder von Dingen mache, die mir tatsächlich gefallen.
Also erwartet keine Bilder von Plattenbauten 😀

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Nach einigen Tagen in Tel Aviv konnten wir unsere Neugierde nicht mehr zurückhalten und wir sind in den Bus nach Jerusalem gestiegen.
Essen und Leben ist in Israel definitiv teurer als in Deutschland, die Öffentlichen Verkehrsmittel hingegen sind mehr als bezahlbar 😉

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Wenn man schon mal da ist, will man natürlich auch alle „Heiligen Orte“ sehen. Wir hatten keine Stadtkarte dabei,  die Klagemauer war trotzdem schnell gefunden. Der Aufgang zum Felsendom (es gibt insgesamt neun, aber als Nicht-Muslim darf man nur einen der neun benutzen) auch.
Ihr seht ihn auf dem Bild unten. Dieser hölzerne Aufgang geht direkt über der Klagemauer zum Felsendom.
Die Öffnungszeiten sind jedoch stark eingeschränkt. Man darf Vormittags für zwei Stunden hinauf und Nachmittags für eine Stunde.

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Mein erster Eindruck war etwas befremdlich. Man hat so viel darüber gehört und gelesen. Bei über 30°C lange Kleidung zu tragen ist auch nicht gerade angenehm.
Man kann sagen, was man will, aber die Schönheit des Ortes hat mich auf den Zweiten Blick echt beeindruckt.
Ein wahnsinniger ruhiger, angenehmer Ort, an dem Muslime Picknicken und Selfies mit Asiatischen Touristen machen.

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 Sinnbildlich für den Konflikt im Nahen Osten steht ein späteres Ereignis. Zu den Besucherzeiten dürfen unter strengen Auflagen auch Juden auf den Tempelberg. Es war kurz vor Rosh Hashanah, dem jüdischen Neujahr. In den sieben Tagen vor diesem Fest hat man nach jüdischer Überlieferung die Möglichkeit, die Fehler des vergangen Jahres wieder gut zu machen und gut in das nächste Jahr zu starten. Deswegen war zwischen den Touristen auch eine kleine Gruppe Orthodoxer Juden, bewacht von mindestens ebenso vielen Polizisten. Später haben wir uns erklären lassen, dass sie wahrscheinlich wegen des Feiertags auf dem Tempelberg waren. Der nette Picknick Platz verwandelte sich sofort. Es wurde mucksmäuschen still;  die Spannung in der Luft war spürbar.

Kaum war die Gruppe nicht mehr in Sichtweite, war alles wie vorher.
Das war definitiv eine Erfahrung, die uns für unsere weitere Reise geprägt hat.

Als die Besucherzeit zu Ende war, haben wir uns wieder in den Bazar gestürzt und auf die Suche nach der Grabeskirche gemacht. (Die gesamte Jerusalemer Altstadt besteht quasi nur aus Bazar, was die Orientierung nicht gerade einfach macht. Man kann sich höchstens an den Dingen orientieren, die verkauft werden. Bei viel Mokka ist man wahrscheinlich im arabischen Viertel und bei Kreuzen aller Arten wahrscheinlich im christlichen Viertel.) Zufällig haben wir den Anfang des Kreuzweges gefunden und dachten, damit die Grabeskirche zu finden. Ehrlich gesagt habe ich am Ende nicht bemerkt, dass wir sie gefunden hatten: Im Vergleich zu dem wunderschönen Felsendom war das doch von Außen ein Wahrhaft unspektakulärer Ort.

Im Inneren sah jedoch ganz anders aus. Bis auf die Protestanten, die eine eigene Kirche nebenan haben, teilen sich alle großen christlichen Kirchen die Grabeskirche. Dementsprechend chaotisch und überfüllt ist es innen also.
Gegenüber des Eingangs liegt ein großer Stein auf dem Boden, neben dem Menschen hastig niederknien und beginnen, ihn zu küssen und zu weinen. Wir waren mehr als perplex. Wir dachten, wir gehen einfach mal in der Kirche herum und schauen, was es denn da noch so gibt. An einer Stelle staute es sich und es dauerte einige Zeit, bis wir verstanden, dass wir hier fürs Grab anstehen. Nach einer Stunde anstehen und einem netten Plausch mit einem brasilianischen Paar waren wir in der Grotte, in der das Grab sein soll.

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Wir hatten ausgemacht, dass uns unser Freund Almog aus Jerusalem abholt, um mit uns danach ins Westjordanland zu fahren. Wir mussten auch früh aufbrechen, weil der Tag ausgerechnet mit der Beerdigung von Shimon Peres zusammen fiel. Das wohl größte Event, das es jemals in Israel gab. Wegen der verstärkten Sicherheitskontrollen wurde die Stadt schon am Morgen abgesperrt, Almog musste wirklich früh los, um uns abzuholen.

Doch zur Entschädigung haben wir in dem Kibbuz, der auch Almog heißt, eine Couch einfach so rumstehen sehen. Deswegen haben wir jetzt ein Bild von uns, dass uns wie das Cover einer semi-professionellen Folkband aussehen lässt! Das war alles wert 😀

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Almog ist mit uns zu seinem alten Militärstützpunkt, einem Grenzübergang in die palästinenischen Gebiete, gefahren. Dieser ist inzwischen inaktiv. Es war aber mit Abstand der beeindruckendste Lost Place, an dem ich je wahr.
Doch schockierend (es war mir vorher klar, aber es doch schwarz auf weiß zu lesen ist etwas anderes) war ein Schild an der Grenze zu Palestina: „Under the Palestinian Authority, The Entrance For Israeli Citizens Is Forbidden, Dangerous to Your Lives and Against The Israeli Law“
Das ist mal ein Statement…

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Nachdem wir Rosh Hashanah mit der Familie von Gili verbracht haben, bei der wir auch in Tel Aviv gewohnt haben, stand an „Neujahr“ ein ganz spezieller Punkt auf der Tagesordnung: Fallschirmspringen!

An dieser Stelle vielen Dank an meine lieben Freunde, die mir dieses Erlebnis zu meinem Geburtstag geschenkt haben!!!

Was soll man da groß sagen, es war einfach eine Hammer Erfahrung! Aber seht einfach selbst:
(Ich weiß der Helm ist nicht gerade ein vorteilhaftes Kleidungsstück 😀 )

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Diese Aufnahmen hat Gili mit ihrer Einweg Kamera gemacht 😉

Danach ging es weiter mit einem weiteren Highlight: Zelten am See Genezareth! Der Ausblick von unserem Zelt war einfach unbeschreiblich, wenn man davon absieht, dass die Lichter von Tiberias wie ein Panzer aussehen…

Aber Morgenschwimmen am See ist wirklich super schön! Eine beeindruckende Stimmung.

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Nach einem Abstecher zu kühlen Quellen auf den Golan Höhen ging es nach Tel Aviv zurück.
Dort wurde dann erstmal fleißig geshootet. Seht hier den Blogpost von dem Pärchenshoot bei Kfar Monash am Meer und hier den Blogpost zu dem Engagement Shoot mit Sarah und Nitai in Jaffa, ein Stadtteil im Süden von Tel Aviv, in den ich mich sehr verliebt habe. Das werdet ihr sicher verstehen, wenn ihr die Bilder seht.
Und dann war es endlich soweit, wir haben unser Mietauto abgeholt und sind von Tel Aviv aus durch die Wüste ans Tote Meer gefahren, wo wir gecampt haben.
Fun Fact: Campingplätze in Israel sind kostenlos!

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Und was kann man in der Wüste sonst so machen, außer im Wasser zu schweben? Richtig: Vor Sonnenaufgang den Berg von Masada, einer ehemalige Bergfestung, besteigen und von dort oben die Sonne über Jordanien aufgehen sehen. Den Sonnenaufgang könnt ihr auch in meinem Image Film sehen 😉 den verlinke ich euch am Ende des Posts.

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Wer weiß, was noch anstrengender ist, als hochzusteigen? Richtig, bei glühender Hitze das Ganze wieder runter zu gehen! 😀

Deswegen sind wir dann einfach noch ein bisschen durch die Wüste gefahren (Klimaanlage!), um dann nach einem kurzen Stop am Strand wieder in Tel Aviv zu landen und unseren Urlaub mit Freunden ausklingen zu lassen.

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Danke an euch alle! Ihr habt unseren Urlaub zu einer unvergesslichen Reise werden lassen. Danke, dass ihr uns in eure Familien aufgenommen habt und euer Leben für 2 Wochen mit uns geteilt habt!

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Zu guter Letzt natürlich noch mein Image Film, in dem ihr sicher auch viele Szenen wieder erkennen werdet. Generell war ich so mit Filmen beschäftigt, dass ich ganz vergessen habe, Fotos zu machen!

Nachdem ich beim Tragen meiner großen Spiegelreflex in Urlauben immer Rückenschmerzen bekomme und Angst habe, sie könnte mir gestohlen werden, habe ich mir für diesen Urlaub die Fujifilm X100T gekauft. Die Kamera ist klein, leicht, kann super viel und sieht aus wie eine Analoge Kamera, weswegen sie auch immer unterschätzt wird. Das ist was Gutes! Ich wollte schon immer mal eine Kamera für jeden Tag, die problemlos in die Handtasche passt. Dafür ist sie perfekt!

Um ein bisschen mehr auszuprobieren und auch im Wasser tolle Aufnahmen zu machen, habe ich mir die Rollei Actioncam 425 gekauft! Die perfekte Kamera für meine Zwecke und super günstig! -> Rollei Actioncam 425 – 4k 2160p, Unterwassergehäuse für bis zu 40m Wassertiefe, 2.4 G Hochfrequenz-Handgelenk-Fernbedienung – schwarz. Aber seht einfach selbst das Ergebnis dieser tolles Reise:

Wenn ihr auch so einen tollen Film eures Urlaubs haben wollt, dann kann ich euch den Filmschnitt-Service von Tom & Nena nur empfehlen. Ich habe ihnen alle meine Filmschnipsel geschickt und sie haben daraus einen tollen Film geschnitten! Vielen Dank euch!

Und natürlich – last but noch least – vielen Dank an meinen Valentin, der nicht nur der beste (Reise-)Partner ist, den man sich nur wünschen kann, sondern wie sich herausgestellt hat, ein wahnsinnig talentierter Filmer!

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